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Hands-On: Reeflink – EcoTech Marine’s neuer großer Wurf? (UPDATE! iPhone App)

1 Okt

Seit langem wurde gemunkelt – jetzt ist es bald erhältlich. Auf der MACNA stellte die US-amerikanische Firma EcoTech Marine ihr neues Produkt Reeflink vor. Reeflink ist ein Aquariencomputer, der auf die existierende Funkverbindung bestehender Ecotech Produkte aufbaut und diese kabellos miteinander verknüpft.

Was ist Reeflink?

Damit schließt EcoTech Marine in wegweisender Art endlich die Kommunikationslücke zwischen Vortech Pumpen, den Radion LED Lampen, dem webbasierten Steuerungstool Ecosmart Live und mobilen Endgeräten. Reeflink ermöglicht online und kabellos volle Kontrolle und Konfiguration der Pumpen und Lampen. Egal ob vom Smartphone, Tablet oder online von jedem Computer auf der Welt. Bisher musste nämlich zur Konfiguration oder für kleine Einstellungen jedes Mal ein Rechner per USB Kabel mit der Lampe verbunden werden.

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Hands-On: Reeflink im Test
Als erster europäischer Blog überhaupt bekommen wir exklusiv die Möglichkeit, Reeflink an unseren Becken zu installieren und zu testen.

Reeflink ist eine erstaunlich kleine, unscheinbare Box. Lediglich die von EcoTech bekannte runde LED auf der Oberseite sowie 3 Anschlüsse auf der Rückseite sind am Gerät vorhanden. Kein Display, keine weiteren Anschlussmöglichkeiten. Warum auch, die Steuerung funktioniert sowieso komfortabel über die Cloud und das praktisch gestaltete User-Interface, welches auf sämtlichen Geräten funktionieren wird. Durch die Wlan Verbindung muss Reeflink nicht im Unterschrank platziert werden. Es muss sich lediglich in Reichweite des Wlans und der Beckentechnik befinden.

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Kleinbleibende Anemonen: Rockanemonen, Perlenanemonen und MinMax Anemonen

30 Sep

Kleine Becken aber ein großer Wunsch nach einer Anemone – dieser Trend zeichnet sich bei vielen Mischbecken ab. Dazu am besten noch in extrem fluoreszierenden Farben!

Und so kommen in letzter Zeit immer mehr Anemonen der Art Phymanthus crucifer (Synonym: Epicystis crucifer), auch Rockanemone oder Perlenanemone genannt, in den Handel und ergänzen so die bekannten MinMax Anemonen um eine weitere, kleinbleibende Art.

Wer schon mal bspw. eine E. quadricolor in einem Becken gepflegt hat, weiss von was ich spreche: Man kauft eine kleine Blasenanemone, bereits nach kurzer Zeit werden die Tentakeln länger und länger und sie sucht sich ihren Platz im Riff selbst aus. In einem vollbesetzten Becken ist das der Supergau, denn sie wird den Altbesatz mehr oder weniger vernesseln. Bei uns teilten sich die Anemonen regelmäßig ab einer Größe von 15cm Durchmesser, die sie schnell erreichen, was die Situation nicht vereinfacht.

Zu Besuch bei Aquaristik-Corner in Ludwigshafen/Frankenthal

31 Mai

Im kleinen Örtchen Frankenthal/Eppstein nahe Ludwigshafen und damit nah am Rhein-Main Dreieck Mannheim, Heidelberg, Frankfurt versteckt sich eine Perle der Meerwasser-Händler: Aquaristik-Corner.

Als ich vor nunmehr 3 Jahren in die Meerwasser Aquaristik eingestiegen bin, war der Inhaber Daniel Hasslinger mein erster Ansprechpartner und Stammdealer. Damals habe ich bei ihm mein erstes Becken, ein Red Sea Max 250, und Einrichtung gekauft. Grund also, einen Wochenend-Ausflug mit einem Besuch zu verbinden.

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Auf den ersten Blick fällt bereits eine erstaunlich hohe Auswahl an Standard-Fischen auf, aber auch eine sehr viele Spezialisten-Tiere schwimmen in den Becken. Was im Stuttgarter Raum und generell im Süden Deutschlands fehlt – hier wird man fündig. Gerade Großkaiser schwammen in großer Anzahl in den Becken, so auch Rotfeuerfische und diverse Seepferdchen. Auf 120m2 Ladenfläche mit über 25.000 Liter Fisch- und Wirbellosenanlage findet sich  alles, was Daniel Hasslinger direkt importiert. Nach eigenen Angaben erhält er 3-4 Direkt-Importe pro Woche.

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Cyano Bakterien bekämpfen – Gastbeitrag von Bernd K.

28 Mai

Bernd K. hat jüngst im riffaquaristikforum.de eine sehr interessante Zusammenfassung zum Thema Cyano Bakterien veröffentlicht. Wir freuen uns, dass wir diesen mit seiner Erlaubnis hier bei ilovereefing.de veröffentlichen dürfen und wünschen Euch viel Spaß beim lesen! 

Regelmäßig tauchen in den Foren Fragen zu Cyanoplagen und Bekämpfungsmöglichkeiten auf. Dabei werden die unterschiedlichsten Meinungen und Strategien, oftmals voller Widersprüche, diskutiert.
Ich möchte hier einen breiteren Überblick geben, damit wir uns bei Anfragen ständige Wiederholungen ersparen können. Allerdings ist die Problematik recht komplex. Man sollte sich damit etwas genauer befassen, um die Zusammenhänge und scheinbar gegensätzliche Auffassungen besser bewerten zu können.

Grundsätzliches zu dem Phänomen von Cyanos

Ein häufig wiederkehrendes Missverständnis: In älterer Fachliteratur, aber auch noch im heutigen Sprachgebrauch der Aquarianer, wird immer wieder von roten oder grünen Schmieralgen oder Blaualgen gesprochen, aber Cyanos sind, obwohl sie fast alle auch Photosynthese betreiben, aufgrund ihres fehlenden Zellkerns Bakterien. Daher scheiden hier auch die meisten Bekämpfungsrezepte gegen Algen als wirkungslos aus!
Häufig werden sie auch mit Kieselalgen oder Dinoflagellaten (ein Geißeltierchen) verwechselt. Eine genaue Bestimmung ist daher unumgänglich (siehe hierzu andere Beiträge, z.B. FAQ Plagegeister-Algen).

Warum gibt es nun zu den Bekämpfungsmöglichkeiten so viele, scheinbar widersprüchliche Aussagen?

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Ich vermisse sie… wirklich ;-)

23 Mai

me or reefing - i miss her

Korallen füttern – SPS und LPS Korallenfutter und Grundlagen zur Pflege von Steinkorallen

13 Mai

Die dreiteilige Reihe zum Thema Ernährung zooxantheller LPS und SPS Korallen haben wir aufgrund der vielen Fragen per Mail noch mal zusammengefasst. Wir würden uns freuen, Eure Erfahrung in den Kommentaren zu erfahren! 

Grundlagen der Ernährung von Steinkorallen

Steinkorallen leben mit Ausnahme einiger azooxantheller Tiere in erster Linie vom Sonnenlicht. Dazu implementieren die meist im Flachwasser lebenden Korallen einzellige Symbiosealgen in ihre Struktur, die wiederum Photosynthese betreiben. Den dabei entstehenden Zucker nutzen die Korallen anschließend als Energiequelle.

Nun kommen die Korallen in ihrer natürlichen Umgebung in hauptsächlich sehr nährstoffarmem Wasser vor. Die eingelagerten Symbiosealgen benötigen zum Überleben jedoch auch etwas höhere Nitrat und Phosphatwerte, also grundsätzlich verfügbare Nährstoffe. Also hat sich die im Laufe der Jahrmillionen eine zweite Energiequelle für die Korallenpolypen herausgestellt: Sie können mittels ihrer Fangarme aktiv Beute machen. Das ist meist Mikro- und Zooplankton.

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Riffsäulen in der Natur

10 Apr

In diesem klasse Video sieht man solitär stehende Riffsäulen, die mit großen Acropora Stöcken bewachsen sind. Sie stehen meist solitär auf einer großen Sandfläche.

Auch wenn das in dieser größe schwer im Aquarium umsetzbar ist –  der Trend im Aquascaping geht immer mehr in Richtung eines luftig gestalteten Riffs, das durch einzeln gesetzte Riffsäulen viel Schwimmraum bietet und gleichzeitig nicht überfüllt wirkt.

Lasst Euch inspirieren!

Weichkorallen könnten Steinkorallen verdrängen

25 Mär

Sarcophyton sp. // credit: Dan Norton

Gerade haben wir einen interessanten Artikel auf www.spiegel.de gefunden, welche sich auf eine Studie japanischer Forscher im Journal „Nature Climate Change“ bezieht.

Die Forscher haben dabei herausgefunden, dass hohe CO2 Werte die Kalkbildung bei SPS Korallen maßgeblich beeinflussen. Soweit bekannt. Doch Lederkorallen der Gattung Sacrophyton elegans kommen mit leicht erhöhten CO2 Werten und damit niedrigeren PH Werten weitaus besser zurecht. Die Forscher begründen dies mit der Tatsache, dass das Gewebe der Weichkorallen schützend wirkt und sie zudem weniger lösliches Material als bei Steinkorallen besitzen.

Es zeigt sich, dass in Zonen mit hohen CO2 Konzentrationen im Meer wie z.B. bei der japanischen Vulkaninsel Iwotorishma deutlich weniger SPS und vielmehr Weich- und Lederkorallen vorkommen. Übertragen auf eine langfristige Übersäuerung der Meere könnte dies eine Verschiebung des Artenreichtums bedeuten.

Wir Aquarianer machen uns dieses Prinzip übrigens auch zu nutze: In einen Kalkreaktor wird CO2 eingeleitet um den pH-Wert im Reaktor zu senken. Bei diesem niedrigen pH Wert wird schließlich Calcium gelöst und in das Becken eingeleitet, um den Calcium-Verbrauch der Korallen auszugleichen.

Korallenfütterung Teil II – Zooplankton und mehr!

26 Feb

In Teil 1 haben wir bereits über die Grundlagen der Korallenfütterung informiert. Teil II widmet sich nun voll und ganz den verschiedenen Planktonarten und geben Tipps zur richtigen Ernährung von Steinkorallen. Viel Spaß!

Zooplankton und Phytoplankton
Lebendes Phyto- und Zooplankton ist das natürliche Futter der Steinkorallen. Wobei hierbei zu ergänzen ist, dass nur wenige Korallen (wie z.B. Goniopora) Phytoplankton aktiv aufnehmen. Phytoplankton stellt hingegen eine ganz wichtige Nahrungsquelle für Zooplanktonarten dar.
Gerade regelmäßige Zugabe von Phytoplankton bzw. Zooplankton-Nahrung fördert einen Boost des natürlichen Zooplanktons aller Größen, was sich wiederum sehr positiv auf die Ernährung der Steinkorallen auswirken kann.

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Tridacna Muschel auf Stein befestigen!

10 Jan

So anspruchslos Muscheln der Gattung Tridacna im allgemeinen sind, so anstrengend werden sie, wenn ihnen der gewählte Platz im Riff nicht gefällt. Muscheln wie z.B. Tridacna maxima oder Tridacna crocea sind nämlich in der Lage, durch das Riff zu wandern oder sich bei nichtgefallen des Standorts einfach mal vom Substrat zu lösen.

Wenn sich eine Muschel vom Substrat löst oder man eine neue Muschel ohne anheftenden Stein erworben hat, stellt man die Muschel am besten in eine Mulde auf einem Stein, an dem sie von selbst nicht umfallen kann. Der Untergrund sollte möglichst unstrukturiert, also möglichst glatt und ohne Löcher sein. So ist die empfindliche Byssus-Drüse besser vor Fraßfeinden geschützt.

Ich habe es lange für ein Gerücht gehalten, doch ich habe es erst neulich selbst feststellen müssen: Eine Platzierung im Sand begünstigt leider den Befall von Borstenwürmern am Fuß der Muschel. Also bestmöglichst leicht erhöht platzieren oder auf einen flachen Stein, der knapp über die Sandfläche ragt, auswählen. Es empfiehlt ich außerdem, die Muschel auf einen mobilen Stein und nicht ins festzementierte Riff zu platzieren, sodass sie bei Bedarf auch umgestellt werden kann.

Hat sich eine Muschel einmal von selbst vom Stein gelöst, ist das nicht weiter tragisch. Eventuell gefallen ihr an dem Platz die Licht- oder Strömungsverhältnisse nicht, sodass ein Umplatzieren durchaus Sinn macht.

Muscheln befestigen sich mittels Bysssusfäden im Riff – sie schießen diese in der Byssusdrüse produzierten Anker quasi ins Gestein. Beim Befestigen geht ein Ruck durch die Muschel und sie fällt daher in diesem Prozess häufig um.

Bewährt hat sich bei mir ein Stützen mit Steinen ringsherum, die der Muschel zwar etwas bewegungsfreiheit lässt, sie aber vor dem Umfallen schützt. Nach ca. 1-2 Tagen hat sie sich meistens am neuen Standort fixiert.

Das Lösen einer Muschel ist meist deutlich heikler – wir werden dem auch noch einen separaten Artikel widmen. Soviel sei aber gesagt: Ein vorsichtiges Abschneiden der Byssus-Fäden direkt am Substrat mit einem sehr scharfen Cutter-Messer oder Skalpell ist durchaus möglich! Wir haben dies schon häufig durchgeführt und keine Verluste erlitten.

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